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Früher ist hinten
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Früher ist hinten

von Marie S. Ueltzen

13,40 EUR
Taschenbuch

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Details

ISBN
9783980755504
Verlag
public united (Worpswede)
Erschienen
18.12.2015
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
192
Einband
Taschenbuch
Abmessungen
190 x 125 cm
Gewicht
335 g
Kategorie
Hardcover, Softcover / Belletristik/Erzählende Literatur

Beschreibung

Trotz größter Flugangst absolviert die Künstlerin Marie S. Ueltzen zunächst einen Testflug nach Paris, um einige Monate später tatsächlich in einen Flieger nach Saigon zu steigen. Der Umgang mit der eigenen tiefen Furcht endet lange nicht bei der Beschreibung durchgestandener Flüge, denn sie durchwandert mit sezierendem Blick ihre Vergangenheit und erinnert sich an Erlebnisse, mit denen sie sich auf oftmals grimmig amüsierte und ebenso tieftraurige Weise auseinandersetzt. Der Blick des Kindes in den Lauf einer geladenen Schrotflinte kurz vor dem Abschuss, ihr Aufwachsen im Forsthaus, die Widerspenstigkeit des Erwachsenwerdens, der Spagat des Muttertieres zwischen Eheleben und Kunstzirkus, der kleine Godzilla unter der eigenen Schädeldecke oder die Vermeidung des Tragens von Hasenkostümen sind nur einige Erzählungen über Freundschaft, Liebe, Stolz, Flucht und Rituale, Gott, Tod und Kinder, über Widerstand und Güte, Angst und Mut, Gestern und Heute. Diese Erzählung ist ein spannender Schlüssel zum weiteren Verständnis der sehr persönlichen Werke einer Künstlerin, die sich nie dem Mainstream untergeordnet hat.

Über den Autor

In ihren bildnerischen Werken verarbeitet die Künstlerin Marie S. Ueltzen in der Regel Geschichten, die sie kontinuierlich sammelt, die sie spannend findet, die sie ermuntern als auch schockieren. Stets sind es hintergründige, zumeist mehrdeutige, schicksalsverbundene Erzählungen, aus denen sie sezierende Momentaufnahmen fertigt. Mit ihren Motiven setzt sie sich lange und intensiv auseinander und es scheint nicht nur so, als sei ein großer Teil ihrer Themen vorwiegend aus dem eigenen Leben gegriffen. Mittels Malerei und Stickerei setzt sie ihre Moritaten, die „Poesie des Weltunglücks, des Seelenschmerzes“, des verzweifelten „In-der-Welt-gefangen-seins“, in unterschiedlichsten Formaten um – von kleinen Bildern und Skizzen bis hin zu sechs Quadratmeter großen Wandbildern. „Am Sticken fasziniert mich vor allem, dass mit einer derart harmlosen Tätigkeit auch sehr grausame und hintergründige Geschichten auf so wunderbare, gar erhabene Art erzählt und dargestellt werden können“, sagt sie. Mit ihrer „Unendlichen Serie“ gab sie sich einen Rahmen für viele weitere Erzählungen, von scheinbar bekannten und unbekannten Individuen und deren Schicksalen, um daraus eine Essenz zu kochen, welche die „Kraft des ganz Kleinen entwickelt, ähnlich der Kernspaltung“.