Stöhrs Lesefutter
Botschaften aus dem Neo-Gulag
Bestellbar

Botschaften aus dem Neo-Gulag

Warum wir über Wehrpflicht und Aufrüstung sprechen müssen.

von Sergey Lukashevsky, David Schraven, Marcus Bensmann, Silvia Stöber, Wigbert Löer, Zhenya Oliinyk, Yuliia Bohdan

40,10 EUR
Gebunden

inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten (5,00 EUR, ab 30,00 EUR versandkostenfrei, Abholung im Geschäft kostenlos)

Über Buchhandel bestellbar

Details

ISBN
9783948013479
Verlag
CORRECTIV
Erschienen
08.10.2026
Sprache
Deutsch
Seiten
416
Einband
Gebunden
Abmessungen
24 x 17 cm
Kategorie
Hardcover, Softcover / Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft

Beschreibung

Was geschieht, wenn ein Staat das Recht durch Gewalt ersetzt? Wenn Gerichte nicht mehr unabhängig sind, Menschenrechte außer Kraft gesetzt werden und Folter zum Instrument staatlicher Herrschaft wird? Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind Tausende Menschen verschleppt, gefoltert und festgehalten worden. In diesem Buch berichten ukrainische Frauen und Männer von ihrer Gefangenschaft in russischen Haftlagern und Gefängnissen. Zu Wort kommen aber auch Russen, die wegen eines kritischen Wortes im Neo-Gulag landeten. Sie erzählen von Schlägen, Stromfolter, Erniedrigung und Willkür. Sie zeichnen das Bild eines modernen Gulag-Systems, in dem Gewalt zum Prinzip staatlicher Herrschaft geworden ist. Die Zeugnisse der Überlebenden lassen die europäische Debatte über Wehrpflicht, Abschreckung und Selbstverteidigung mit anderen Augen sehen. Sie zeigen, wogegen wir uns wehren müssen und was geschieht, wenn ein demokratischer Rechtsstaat einem autoritären Regime weicht. Wären wir in Deutschland und Europa in der Lage, unsere Freiheit zu verteidigen? „Botschaften aus dem Neo-Gulag“ ist ein Buch über die Opfer eines brutalen Systems. Vor allem aber ist es ein Buch über die Frage, wie weit wir bereit sind zu gehen, um Freiheit, Menschenrechte und Rechtsstaat zu schützen.

Über den Autor

Sergey Lukashevsky, geboren 1975, ist Chefredakteur von Radio Sacharow, einem Online-Medienprojekt der CORRECTIV.Exile-Sektion. Der russische Historiker und Menschenrechtsaktivist arbeitete von 1992 bis 1998 als Forscher im Programm zur Geschichte der Dissidentenbewegung bei „Memorial“, dem Friedensnobelpreisträger von 2022. Anschließend koordinierte er bis 2004 die gesamtrussische Menschenrechtsbeobachtung der Moskauer Helsinki-Gruppe. Von 2004 bis 2009 leitete er das Demos Centre, eine Menschenrechtsorganisation. Von 2009 bis 2023 war Lukashevsky Geschäftsführer des Sacharow-Zentrums in Moskau, eines Museums und öffentlichen Zentrums, das dem Vermächtnis des Friedensnobelpreisträgers Andrei Sacharow gewidmet ist. Für seine Menschenrechtsarbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der Moskauer Helsinki-Gruppe 2015 und dem Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf 2024.