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Rituale und Symbole in der politischen Kultur Mexikos
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Rituale und Symbole in der politischen Kultur Mexikos

von Larissa Adler-Lomnitz, Ilya Adler, Rodrigo Salazar Elena, Marianne Braig, Petra Schumm

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Details

ISBN
9783938944479
Verlag
Frey, Walter (Berlin)
Erschienen
12.2013
Sprache
Deutsch
Seiten
367
Einband
Audio
Abmessungen
20.8 x 14.2 cm
Gewicht
520 g
Kategorie
Hardcover, Softcover / Politikwissenschaft/Politisches System

Beschreibung

Von Präsidentschaftswahlen wird erwartet, dass zwischen verschiedenen Kandidaten meist unterschiedlicher Parteien um die Mehrheit bzw. die politische Macht gerungen wird. Doch nicht alle Wahlkämpfe verfolgen dieses Ziel. In Mexiko stand der Sieger fast im ganzen 20. Jahrhundert bereits fest, bevor der Wahlkampf überhaupt begann. Es war klar, dass er aus den Reihen einer Partei, der PRI, kam. Dennoch wurden die Wahlkampagnen mit großer Ernsthaftigkeit und großem Aufwand geführt. Somit ist die Frage der Autoren mehr als berechtigt: Welchen Zweck haben Präsidentschaftswahlen, wenn der Sieger bereits im Voraus feststeht? Als im Jahr 1987 die Kandidatur von Carlos Salinas de Gortari bekannt wurde, bildete sich eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe, die seine Wahlkampagne unter ethnografischen Gesichtspunkten von Anfang an im Rahmen einer Feldforschung begleitete. Die Untersuchung der Ethnologin Larissa Adler-Lomnitz, des Politologen Rodrigo Salazar Elena und des Kommunikationswissenschaftlers Ilya Adler zeigt, dass der mexikanische Präsidentschaftswahlkampf in seinem Kern über die Beziehungen zwischen Präsident und Partei und nicht über den Wettstreit zwischen verschiedenen Parteien zu verstehen ist. Das Anliegen des Buches ist es, die Spezifika des mexikanischen "Autoritarismus" jener Jahre herauszuarbeiten. Dabei stoßen die Autoren auf Machtmechanismen, denen sich große Teile der Bevölkerung freiwillig unterwarfen und die bis heute nicht nur in Mexiko zu beobachten sind.