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Der Untergang einer Institution
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Der Untergang einer Institution

Wissenschaft zwischen Früh- und Postmoderne

von Boris Kotchoubey

25,45 EUR
Taschenbuch

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Details

ISBN
9783868882025
Verlag
Deutscher Wissenschaftsverlag (Kappelrodeck)
Erschienen
15.11.2023
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
252
Einband
Taschenbuch
Abmessungen
21 x 15 cm
Gewicht
380 g
Kategorie
Hardcover, Softcover / Sachbücher/Geschichte/Sonstiges

Beschreibung

Die Corona-Krise offenbarte das Systemversagen der Wissenschaft, die zu der Rolle einer hörigen Dienstmagd für politische und wirtschaftliche Akteure entartete. Wie konnte dieser Abstieg der einst so stolzen Errungenschaft der Menschheit zustande kommen? Wie dieses Buch zeigt, ist die Katastrophe der Wissenschaft ab 2020 keine Überraschung, sondern sie wurde durch mehrere, am Anfang voneinander unabhängige negative Entwicklungstendenzen in der Wissenschaftsgeschichte vorbereitet. Die älteste dieser Tendenzen wurzelt noch im ursprünglichen Weltbild, das der modernen Naturwissenschaft seit ihrem Beginn zugrundeliegt und das eine starke Trennung zwischen Subjekt und Objekt voraussetzt. Wenngleich auf dieser Basis ein enormer Fortschritt, meistens in strengen Naturwissenschaften, erreicht wurde, erwies sich später die Subjekt-Objekt-Trennung als gefährlich, v.a. wenn sie von Humanwissenschaften übernommen wurde, die dann Menschen und Gesellschaften als bloße Objekte betrachteten ("social engineering"). Weitere negative Tendenzen sind neuerer Herkunft, wovon die wichtigste eine rasante Teuerung der Forschung war, die zur immer stärkeren Unterwerfung gegenüber dem Geldgeber und insbesondere dem Staat als mit Abstand größtem Geldgeber führte. Das im instrumentalen Wissen keimende Machtstreben (Frankenstein-Syndrom) verwebt sich mit der wachsenden Abhängigkeit von realen Machthabern. Die Baconianische Formel "scientia potentia est" bekommt eine neue Bedeutung: Je stärker sich Wissenschaft ("scientia") der politischen Macht ("potentia") unterwirft, umso mächtiger in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht wird sie selbst, indem sie der technokratischen Politik deren Herrschaftsinstrumente liefert.