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Der Tisch steht noch
Eine Erzählung nach geschichtlichen Spuren frei nach dem Kammerspiel ‚Die dritte Stimme‘.
von Anselm Bonies
15,00 EUR
Taschenbuch
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Details
- ISBN
- 9783565438358
- Verlag
- epubli
- Erschienen
- 07.05.2026
- Auflage
- 2. Auflage
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 100
- Einband
- Taschenbuch
- Abmessungen
- 21 x 14.8 cm
- Gewicht
- 166 g
- Kategorie
- Hardcover, Softcover / Belletristik/Science Fiction, Fantasy
Beschreibung
Drei Menschen. Ein Raum. Und ein Satz an der Wand, der alles verändert.
In einem geschlossenen Raum begegnen sich Martín und Yusuf. Zwischen ihnen steht eine Vorleserin, die Dokumente, Akten und Erinnerungen zum Leben erweckt. Über allem schwebt ein Satz, der wie ein Versprechen von Freiheit klingt, aber die Schwere einer ungeschriebenen Macht besitzt: „Macht nichts – muss nicht sein – tu, was dir gefällt.“
„Der Tisch steht noch“ ist eine atmosphärische Erzählung über die Macht der Worte und die Zerbrechlichkeit der Wahrheit. Die Reise führt den Leser durch die Jahrhunderte und über geografische Grenzen hinweg – von der Stadt der drei Sprachen, Toledo, über das schmerzhafte Erbe von Granada bis hin zu den bürokratischen Registern von Berlin und der Fülle Istanbuls.
Was als historische Spurensuche beginnt, wandelt sich zu einem intensiven Kammerspiel. Wenn die Akten der Macht beiseitegeschoben werden, bleibt nur die nackte Begegnung am Tisch. Es geht um Identität, das Schweigen und die Suche nach einer „dritten Stimme“, die nicht herrschen will.
Anselm Bonies verwebt geschichtliche Spuren mit einer tiefen philosophischen Reflexion über das menschliche Miteinander. Am Ende steht keine festgemeißelte Inschrift in Stein, sondern eine „Arbeit auf Staub“ – eine Wahrheit, die jeden Tag neu gelesen und gelebt werden muss.
Ein leises, aber gewaltiges Buch über das, was bleibt, wenn die Geschichte zu Ende erzählt ist.
Über den Autor
Anselm Bonies arbeitet als Fotograf, Gestalter und Filmemacher im Atelier DREIFISCH in Loitz. Seine Praxis liegt zwischen Bildproduktion, grafischer Ordnung, redaktioneller Arbeit und Vorproduktion.
Er entwickelt Bildreihen, Werkverzeichnisse, fotografische Serien und fachliche Handakten. Dabei versteht er Gestaltung nicht als Oberfläche, sondern als Verfahren: Bilder werden geplant, geprüft, gefertigt, beschriftet, gerahmt, gehängt und später fortgeführt.
Seine Arbeit richtet den Blick auf die Stellen, an denen Bild, Raum, Material und Verantwortung zusammenkommen. Aus dieser Werkstattpraxis entstand auch das Fachbuch „Mitarbeiterporträts als sichtbare Identität“.