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Tauben im Gras
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Tauben im Gras

von Wolfgang Koeppen, Clemens Klünemann, Martina Hövekamp

10,30 EUR
Taschenbuch

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Details

ISBN
9783518188927
Verlag
Suhrkamp (Berlin)
Erschienen
07.01.2028
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
Seiten
280
Einband
Taschenbuch
Abmessungen
17.7 x 11.5 cm
Kategorie
Taschenbuch / Schule, Lernen/Lektüren, Interpretationen, Lektürehilfen

Beschreibung

Tauben im Gras erschien 1951 als erster Roman jener »Trilogie des Scheiterns«, mit der Koeppen eine erste kritische Bestandsaufnahme der sich formierenden Bundesrepublik gab. Mit Vehemenz und kritischer Schärfe analysiert er die Rückstände und Verhaltensweisen, die zu Faschismus und Krieg geführt haben und die schließlich in den fünfziger Jahren die Restauration der überkommenen Verhältnisse protegierten. Dabei ist das Verfahren von Tauben im Gras ein kaleidoskopartiges: Der ganze Roman schildert die Gestalten und Ereignisse eines einzigen Tages im München des Jahres 1949. Mit einer Fülle genauester atmosphärischer Details zeichnet Koeppen den Nachkriegsalltag dieser Stadt, die sein Protagonist, der verhinderte Schriftsteller Philipp, als ein Schlachtfeld erlebt, als ein undurchdringliches »Pandämonium«.

Diese Ausgabe der »Suhrkamp BasisBibliothek - Arbeitstexte für Schule und Studium« bietet Wolfgang Koeppens ersten Roman Tauben im Gras zusammen mit einem Kommentar, der alle für das Verständnis dieses Werks erforderlichen Informationen enthält: die Entstehungs- und Textgeschichte, einen kommentierten Forschungsüberblick, Literaturhinweise sowie ausführliche Wort- und Sacherläuterungen.

Über den Autor

Wolfgang Koeppen wurde am 23. Juni 1906 in Greifswald geboren und starb am 15. März 1996 in München. Nach einem elfjährigen Aufenthalt in Ortelsburg (Ostpreußen) kehrte er 1919 nach Greifswald zurück. Aus finanziellen Gründen musste er vom Gymnasium auf die Mittelschule wechseln, von der er ohne Abschluss abging. Danach versuchte er sich in ganz unterschiedlichen Berufen: in einer Buchhandlung, im Stadttheater in Greifswald. Als Hilfskoch kam er nach Schweden und Finnland, in Würzburg arbeitete er als Dramaturg. 1927 ließ er sich in Berlin nieder, wo er 1931 zwei Jahre als fest angestellter Redakteur beim Berliner Börsen-Courier arbeitete. Er schrieb Reportagen, Feuilletons, auch erste literarische Arbeiten entstanden. 1934 erschien sein erster Roman, Eine unglückliche Liebe. Im selben Jahr siedelte er in die Niederlande über. Hier begann er mit der Niederschrift des nicht vollendeten Romans Die Jawang-Gesellschaft. 1935 erschien der Roman Die Mauer schwankt, der jedoch kaum beachtet wurde. Er kehrte 1938 nach Deutschland zurück und arbeitete ab 1941 für die Bavaria-Filmgesellschaft in Feldafing am Starnberger See, 1945 siedelte er nach München über. 1948 erschien anonym das Buch Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch, zu dessen Neupublikation unter seinem Namen er erst 1992 zustimmte. 1951, 1953 und 1954 erschienen die drei Romane, die als die atmosphärisch genaueste Vergegenwärtigung des Klimas der Adenauer-Republik gelten: Tauben im Gras, Das Treibhaus und Der Tod in Rom. Koeppen verschaffte mit Nach Rußland und anderswohin, Amerikafahrt und Reisen nach Frankreich der Reiseliteratur in Deutschland hohes Ansehen.